Adler Stadtwerke Kitzbühel

3:7-Bescherung kurz vor dem Christkind

Bis Minute 44 durften die Fans im Sportpark auf Punkte hoffen, dann gaben die Spieler des EC Die Adler Stadtwerke die Partie gegen die Fassa Falcons völlig aus der Hand. 3:7 hieß es am Ende. Am Stefanitag geht es um 18 Uhr in Feldkirch weiter (live auf Valcome.tv).

20211220_adler_fassa_lr_©alpinguin_002

Gegen die Fassa Falcons hatten sich die Adler am Montagabend viel vorgenommen. Es war das erste Match nach einer neuntägigen spielfreien Phase, im Sportpark waren endlich wieder Fans erlaubt (immerhin 220 nahmen das Angebot auch an) und der Kader wurde etwas „aktualisiert“. Goalie Paul Mocher und Elias Haas standen nach überstandener Gehirnerschütterung wieder auf dem Eis, ebenso wie Neuzugang Benjamin Zankl, der aus Spittal an der Drau nach Kitzbühel wechselte. Auf der Bank stand mit Nicolas Wieser ein neuer Backup bereit. Der 24-jährige Villacher wurde vom EC Red Bull Salzburg ausgeliehen – v.a. so lange Adler-Torhüter Lukas Moser mit Österreichs Nationalteam bei der WM in Kanada weilt (26. Dezember bis 5. Jänner). Wieser ist ein Mann mit viel Erfahrung: 2014 kam er an die Red Bull Eishockey Akademie und feierte ein Jahr später den Meistertitel in der U20 EBYSL. Nach zwei österreichischen Meistertiteln in der AHL debütierte er 2019/2020 bei den Profis der ICE Hockey League. In der aktuellen Saison hat er sechs Spiele in der Champions Hockey League sowie fünf Spiele in der ICE Hockey League bestritten.

Begonnen hat das Match gegen Fassa, durchaus flott und attraktiv. Die Adler waren das aktivere Team und fanden bald erste Chancen vor. Warum die Falken das Team der Stunde sind (sieben Siege in den letzten acht Spielen), wurde den Fans aber schnell klar: Schon mit einem der ersten schnellen Vorstöße gingen die Italiener in Führung. Und trotz 18:12 Torschüsse im ersten Drittel ging es mit 0:1 in die Pause.

Der Mittelabschnitt begann mit vier Treffern innerhalb von turbulenten drei Minuten: Erst glichen die Adler durch Ralfs Jevdokimovs hochverdient aus, fingen sich aber nur 35 Sekunden später – völlig vermeidbar – das 1:2 ein. Dann sorgte Eric Lindhagen nach einer sehenswerten Kombination für den neuerlichen Ausgleich, ehe Fassa diesmal 55 Sekunden später im Powerplay eiskalt zurückschlug. Fassa war v.a. vor dem Tor viel konkreter, konsequenter und letztendlich auch erfolgreicher. Die Adler fuhren zwar auch Angriff auf Angriff, aber gefährlich wurden sie viel zu selten. In der 35. Minute folgte mit dem 2:4 noch eine kalte Dusche.

Kurz bestand im Schlussdrittel noch Hoffnung auf Punkte, aber mit dem 2:5 in Minute 44 war der Abend gelaufen – der Rest ist Schweigen. Christopher Feix beschönigte nach Abpfiff nichts: „Das war ein Spiel, das man gewinnen muss. Fassa hat viel cleverer gespielt und wir müssen uns bei den Fans entschuldigen.“ Am Stefanitag geht es für die Adler nach Feldkirch. „Die VEU steht in der Tabelle hinter uns – das ist eigentlich ein Pflichtsieg.“ Valcome.tv streamt das Match in Feldkirch ab 17.50 Uhr.

  • 20211220_adler_fassa_lr_©alpinguin_001
  • 20211220_adler_fassa_lr_©alpinguin_006
  • 20211220_adler_fassa_lr_©alpinguin_007
  • 20211220_adler_fassa_lr_©alpinguin_003
  • 20211220_adler_fassa_lr_©alpinguin_004
  • 20211220_adler_fassa_lr_©alpinguin_005