Adler Stadtwerke Kitzbühel

Adler drehen 0:3-Rückstand zum Shootoutsieg gegen Meran

Die Adler Stadtwerke Kitzbühel gewinnen am Dienstag in einem engen und dramatischen Spiel nach 0:3-Rückstand mit 5:4 im Shootout gegen den HC Meran und sammeln damit zwei wichtige Punkte im Hinblick auf die Master Round. Vor allem die erste Linie mit Mai Crnkic, Jakob Engelhart und Alexander Maxa in der Offensive überzeugte. Sie steuerten alle vier Treffer der regulären Spielzeit bei. Maxa konnte ein Tor erzielen und gleich drei weitere vorbereiten und zeigte sich mit den zwei Punkten nicht ganz zufrieden. „Es war heute ein schlechter Start von uns. Dann haben wir aber einen brutalen Kampf geliefert. Jeder Spieler hat 100 Prozent gegeben und deshalb konnten wir auch in das Spiel zurückkommen. Den Ausgleich haben wir unglücklich bekommen, und ich denke, dass wir verdient in der Overtime gewonnen haben“, fasste Maxa die Partie im anschließenden Interview zusammen.

Schwacher Start führt zu Rückstand

Das erste Spieldrittel entwickelte sich alles andere als optimal für die Kitzbüheler Adler. Bereits nach sechs Minuten lag die Heimmannschaft mit 0:1 zurück. Rasmus Nousiainen erzielte die Führung für den HC Meran. In weiterer Folge hatten beide Mannschaften Chancen zu verzeichnen und kassierten innerhalb von vier Sekunden die einzigen beiden Strafen des Spiels (12.). Zu Ende des Drittels legten die Gäste mit einem weiteren Treffer nach. Filip Cruseman schoss in der 20. Minute sehenswert zum 0:2 ein. Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die erste Pause.

Adler kämpfen sich in die Partie zurück

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitt waren weiterhin die Gäste die bessere und vor allem effektivere Mannschaft. David Trivellato erhöhte in der 23. Minute zum 0:3. Doch kurze Zeit später fanden die Adler immer besser in die Partie und klopften bei Torhüter Christian Gamper an. In der 30. Spielminute war es dann endlich so weit. Alexander Maxa und Mai Crnkic bedienten Jakob Engelhart, der mit einem Schuss knapp neben die linke Stange das 1:3 erzielte.

Anschließend fanden die Kitzbüheler immer mehr Puckbesitz vor und setzten sich auch immer öfters im Angriffsdrittel fest. Nach starkem Zuspiel von Maxa stellte Crnkic in der 33. Minute auf 2:3 und sorgte dafür, dass die Adler wieder voll im Spiel waren. Weitere Chancen folgten noch vor der Pause, aber auch Meran blieb gefährlich, wie zum Beispiel in der 34. Minute, als sie nur die Stange trafen. Tore fielen in diesem Drittel zu Ende keine mehr, womit der zweite Spielabschnitt mit einem Zwischenstand von 2:3 endete.

Spannung bis zum Ende

Im dritten Spielabschnitt begannen die Kitzbüheler offensiv stark, denn nach lediglich 44 Sekunden erzielte Maxa den 3:3-Ausgleich. Nach einem starken Schuss von Matteo Mitrovic stand der 26-Jährige richtig und drückte die Scheibe akrobatisch von der Luft aus über die Linie. Auch Meran blieb danach durchaus gefährlich. So prüften sie in der 52. Minute Markus Gratzer, der allerdings stark parierte. Im Gegenzug fiel dann der Führungstreffer für die Adler. Wiederum produzierte die erste Linie mit Engelhart, Maxa und Crnkic einen Treffer. Der 20-jährige Slowene war zum zweiten Mal an diesem Abend erfolgreich. Daraufhin blieben die Kitzbüheler offensiv, aber auch Meran fand Gelegenheiten vor. Einige der 1124 Fans im Sportpark Kitzbühel hatten bereits mit einem Sieg gerechnet, doch Brandon Sherbinin hatte in der 58. Minute etwas dagegen und schoss zum 4:4 Ausgleich ein.

In einer äußerst dramatischen Overtime konnten sich die Adler mehrere Möglichkeiten herausspielen, Treffer gelang allerdings keiner. Damit musste dieses Spiel, wie auch schon die letzte Heimpartie gegen den EC Bregenzerwald im Penalty-Shootout zu Ende gehen. Gratzer hielt den ersten Schuss fest und Crnkic konnte mit seinem Penalty die Adler in Führung bringen. Nachdem Reid Stefanson als dritter Schütze auch treffen konnte, lag der Sieg am Schläger von Matic Podlipnik. Er verwandelte seinen Schuss und sorgte damit für den Overtimesieg für die Adler.

Bereits in zwei Tagen geht es mit dem Derby gegen die Zeller Eisbären weiter. Um dort zu bestehen und womöglich wieder den fünften Tabellenplatz und damit ein Ticket für die Master Round einzunehmen, hat Maxa ein Rezept parat. „Der fünfte Platz ist sehr wichtig. Wir müssen defensiv konzentriert spielen, weil wir wissen, dass wir nicht die Topbesetzung haben. Wir müssen einfaches Eishockey spielen. Wenn wir das Beherzigen, ist alles noch möglich“, erklärte Maxa.

Alps-Hockey-League | Saison 2025/26 | Preliminary Round

Die Adler Stadtwerke Kitzbühel vs HC Meran/o Pircher 5:4 SO (0:2/2:1/2:1)

Tore:
0:1 |6.| Rasmus Nousiainen
0:2 |20.| Filip Cruseman
0:3 |23.| David Trivellato
1:3 |30.| Jakob Engelhart
2:3 |33.| Mai Crnkic
3:3 |41.| Alexander Maxa
4:3 |52.| Mai Crnkic
4:4 |58.| Brandon Sherbinin
5:4 |65.| Matic Podlipnik

SR1: Alex Lazzeri
SR2: Matthias Ruetz
LR1: Luca Grisenti
LR2: Noel Ilmer

ZS: 1124 (Sportpark Kitzbühel)

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