Adler Stadtwerke Kitzbühel

Adler müssen sich Broncos in Overtime beugen

Die Adler Stadtwerke Kitzbühel nehmen am Samstag in einem äußerst knappen Spiel gegen die Wipptal Broncos aus Sterzing einen Punkt mit nach Hause. In einer Partie, in der die Kitzbüheler deutlich mehr Torschüsse verzeichneten, entschied am Ende die Effizienz zugunsten der Hausherren. Erst in der vierten Minute der Verlängerung traf die Heimmannschaft zum Leidwesen der Adler zum Endstand von 3:2. Jakob Engelhart, der die Partie mit dem Führungstreffer für die Kitzbüheler erfreulich eröffnete, fasste das Spiel wie folgt zusammen. „Es ist sehr schade, dass wir so ein enges Spiel aus der Hand geben und dass wir es nicht geschafft haben, die drei Punkte mitzunehmen. Der Punktegewinn ist sehr wichtig, aber es war auf jeden Fall mehr drin. Wir müssen so enge Partien auch in der Zukunft gewinnen“, erklärte Engelhart im anschließenden Interview.

Schon öfters fehlte gerade in Auswärtspartien Kleinigkeiten, um in knappen Spielen die volle Punktezahl mitzunehmen. „Wir haben heute mehr Chancen als Sterzing gehabt. Ihr Torwart hat wieder ein sehr starkes Spiel gemacht. Das kennen wir auch schon von den Playoffs der letzten Saison, aber das darf keine Ausrede sein. Wir müssen unsere Chancen nützen und einfach viel effizienter sein. Das hat uns schon in vielen Spielen die drei Punkte gekostet“, führte Engelhart weiter aus. Wie sich das Spiel von Beginn an entwickelt hat, lesen Sie im Anschluss.

Kitzbühel geht in Führung

Im ersten Spielabschnitt benötigten beide Mannschaften etwas Zeit, um Fahrt aufzunehmen. Die ersten nennenswerten Chancen hatten die Kitzbüheler. In der neunten Minute musste Markus Gratzer zum ersten Mal eingreifen. Er hielt einen gefährlichen Schuss souverän. Nach einigen Aktionen im Angriffsdrittel der Kitzbüheler belohnten sie sich in der 13. Minute mit dem Führungstreffer. Jakob Engelhart verwandelte den Puck nach Vorarbeit von Jannik Fröwis und Niklas Ketonen zum 0:1. Auch danach blieben die Adler gefährlich. In Überzahl fand Alexander Maxa die größte Möglichkeit vor (14.), konnte die Scheibe aber nicht verwerten. Gegen Ende des Drittels entwickelte sich ein flotter Schlagabtausch, in dem die Hausherren in Überzahl kurz vor der Pause zum 1:1 ausgleichen konnten. Nach einem Schuss von James Livingston konnte Gratzer die Scheibe nicht absichern. Leo Kruselburger reagierte am schnellsten und erzielte so in der 20. Minute den 1:1-Pausenstand.

Spielabschnitt zwei bleibt eng

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitt zeigten sich die Broncos als bessere Mannschaft und gingen nach 90 Sekunden in Führung. Nach einem Fehler im Spielaufbau schaltete das Heimteam schnell und erzielte durch Erik Hofer den Treffer zum 2:1 (22.). Auch in den Minuten danach fanden die Kitzbüheler wenig Zugriff auf das Spiel, verbesserten sich aber stetig und kamen in der 29. Minute zu einer guten Möglichkeit auf den Ausgleich. In dieser Phase feuerten sie einige Schüsse auf Groh ab und belohnten sich dann auch mit dem Treffer zum 2:2. Jannik Fröwis war nach einem Schuss von Niklas Ketonen in der 30. Minute zur Stelle.

In weiterer Folge war das Drittel von einigen Strafen geprägt. Zunächst agierten die Kitzbüheler in Überzahl, kassierten dann aber selbst zwei Strafen, womit sie für mehr als eine Minute eine Drei-gegen-Fünf-Situation überstehen mussten. Dies gelang ihnen dank toller Paraden von Gratzer, und somit hatten sie vor Ende des Drittels sogar noch die Möglichkeit auf die erneute Führung. Groh parierte in der 38. Minute mehrere Abschlüsse stark, womit das Drittel mit einem 2:2-Unentschieden endete. Kurz vor dem Pfiff kassierte allerdings die Mannschaft aus Sterzing eine weitere Zwei-Minute-Strafe.

Entscheidung fiel in Overtime

Damit begannen die dritten 20-Minuten mit einer Überzahl für die Adler. Nach einer weiteren Strafe hatten dann auch die Kitzbüheler in einer Fünf-gegen-Drei-Situation die Chance auf die Führung, schafften es aber nicht, ein Tor zu erzielen. Sie blieben weiter aktiv und wurden in der 43. Minute nach einem Schuss von Lukas Waschnig nur von der Stange an der Führung gehindert. In weiterer Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem beide Teams die Führung auf dem Schläger hatten. In der 52. Minute scheiterte Niklas Wetzl nach Zuspiel von Mai Crnkic an Groh. Nach 60 Minuten stand es damit weiterhin 2:2, weshalb die Partie in der Overtime entschieden werden musste.

Dort konnte sich Gratzer in den ersten beiden Minuten mit starken Paraden auszeichnen. In der 64. Minute konnte er den Schuss von Luciano Zandegiacomo nicht verhindern, womit sich die Adler mit einem Punkt begnügen mussten.

Damit vergrößern sie zwar den Vorsprung auf die spielfreien Rittner Buam auf drei Punkte im Kampf um Platz fünf, haben jedoch mit zwei Partien ein Spiel weniger zur Verfügung. „Wir haben noch zwei Spiele im Grunddurchgang. Da ist noch alles möglich für Platz fünf. Da müssen wir alles geben, alles reinhauen, dann sind sechs Punkte möglich. Jedes Spiel ist für uns ab jetzt ein Playoff-Spiel und diese Mentalität muss die Mannschaft verinnerlichen, um diese wichtigen Punkte zu holen“, meinte Engelhart im Hinblick auf die weiteren Aufgaben. Am kommenden Donnerstag treffen die Adler zuhause auf den aktuellen Tabellenzweiten KHL Sisak, ehe das finale Spiel der regulären Saison auswärts in Jesenice ansteht.

Alps-Hockey-League | Saison 2025/26 | Preliminary Round

Wipptal Broncos Weihenstephan vs. Die Adler Stadtwerke Kitzbühel 3:2 OT (1:1/1:1/0:0) 1:0

Tore:
0:1 |13.| Jakob Engelhart
1:1 |20.| Leo Kruselburger PP1
2:1 |22.| Erik Hofer
2:2 |30.| Jannik Fröwis
3:2 |64.| Luciano Zandegiacomo OT

SR1: Sebastian Spiegel
SR2: Turo Virta
LR1: Paolo Brondi
LR2: Lukas Fleischmann

ZS: 559 (Weihenstephan Arena Sterzing)

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