Adler-Saison geht mit einer 3:4-Niederlage gegen Gröden zu Ende
Im zweiten Spiel der Pre-Playoffs mussten die Adler Stadtwerke Kitzbühel am Donnerstag gegen den HC Gherdeina gewinnen, um noch die Chance auf die Playoffs zu haben. Nach langem Kampf entschieden die Gäste die Partie in der Overtime zu ihren Gunsten und schafften damit den Sprung in die Playoffs. Trotz einer frühen 2:0-Führung wurde es für die Kitzbüheler im dritten Spielabschnitt brenzlich, als sie 2:3 zurücklagen. Sie schafften zwar noch den Ausgleich, doch nach 65. Minuten war die Saison beendet. Der HC Gherdeina traf zum 4:3 und zog somit mit einem 2:0-Erfolg in der Best-of-Three-Serie in die Playoffs ein.
„Ich denke, wir sind sehr gut in das Spiel hineingestartet. Wir haben zwei super Tore geschossen. Wir haben danach aber leider zu viele Strafen genommen und damit das Momentum an Gröden abgegeben“, fasste Kapitän Henrik Hochfilzer die Partie zusammen. „Jetzt nach dem Spiel ist es schon sehr hart für uns. Das Leben geht aber weiter. Es ist sehr schade für unsere Saison. Ich denke, dass wir die Serie mit dem Spiel heute noch einmal richtig eng gemacht haben. Leider haben wir in der Overtime verloren“, fügte er hinzu und war sichtlich enttäuscht über das frühe Saisonende.
Nach einem gutem Saisonstart platzierten sich die Kitzbüheler lange in den Top Fünf der Tabelle. Erst am letzten Spieltag rutschten sie auf den sechsten Platz und mussten nun bereits in den Pre-Playoffs ihre Segel streichen. Damit gab es ein Saisonende, mit dem nur wenige gerechnet hätten. Kapitän Hochfilzer tat sich dementsprechend auch schwer, die Gründe dafür zu finden. „Wenn ich die Antwort auf die Frage, warum es im Laufe der Saison nicht mehr funktioniert hat, wüsste, wären wir vermutlich nicht Sechster geworden. Leider Gottes ist es dann aber so gekommen. Ich kann es zu diesem Zeitpunkt selber nicht genau sagen.“, meinte Hochfilzer.
Ein kleines Trostpflaster gab es für die Fans jedoch trotzdem. Denn im Rahmen dieser Partie wurden die erfolgreichen Teams in der Frauen Landesliga und in der U17-Kategorie geehrt, die erneut Meister bzw. den zweiten Platz erreicht hatten. Auch für die erste Mannschaft bei den Frauen kann es in dieser Saison noch etwas zum Jubeln geben, denn von 14. bis 15. März findet im Sportpark Kitzbühel das Final-Four-Turnier statt.
So lief die Partie:
Im ersten Spieldrittel entwickelte sich von Beginn an eine enge Partie. Beide Mannschaften kamen zu Chancen. Die Kitzbüheler Adler konnten in der zehnten Spielminute dann doppelt zuschlagen. Zunächst traf Verteidiger Jacob Pfeffer nach Vorarbeit von Niklas Bretschneider zum 1:0. Nur 19 Sekunden später klingelte es erneut im Kasten von Claes Endre. Der tschechische Neuzugang Zdenek Sedlak sorgte nach Zuspiel von Matic Podlipnik und Mai Crnkic in einem Eins-gegen-Eins für die frühe 2:0-Führung. Nur eine Minute später boten sich in der Überzahl erneut Möglichkeiten, die Führung noch zu vergrößern, doch dies gelang nicht. Gegen Ende des Drittels kamen die Gäste immer besser ins Spiel und verkürzten in der 16. Minute durch ein Tor von Sacha Guimond auf 2:1. Nach einem guten Penalty Killing der Kitzbüheler wenig später passierte nicht mehr viel. Das Drittel endete mit einem Spielstand von 2:1.
Gröden geht in Führung
Der zweite Spielabschnitt begann für die Kitzbüheler denkbar schlecht. Nach zwei Minuten stand es plötzlich 2:2. Der Grödner Stürmer Carmine Buono traf in der 22. Minute zum Ausgleich. Eine weitere Unterzahl überstanden die Adler gut, doch in der 28. Spielminute kam es für die Heimmannschaft noch bitterer. Der HC Gherdeina ging durch ein Tor von Dmitry Vozovik in Führung. Bis auf eine weitere Strafe der Kitzbüheler gab es im zweiten Spielabschnitt wenige Highlights. Die Heimmannschaft musste damit mit einem 2:3-Rückstand das dritte Drittel in Angriff nehmen.
Entscheidung fällt in der Overtime
Auch dort dauerte es eine Zeit, bis die Adler wieder gefährlich wurden. In der 47. Spielminute war die Scheibe dann aber zum Ausgleich im Tor der Gäste. Ein wunderschöner Weitschuss von Jannik Fröwis von der blauen Linie fand den Weg zum 3:3 ins Netz. Von dort an, steigerten sich die Kitzbüheler zunehmend, hatten einige Möglichkeiten. Sedlak versuchte es in der 54. Minute von der rechten Seite, konnte Keeper Endre allerdings nicht bezwingen. In den letzten Sekunden hätten die Adler beinahe schon gejubelt, doch ein Weitschuss von Niklas Wetzl und der folgende Nachschuss fanden nicht den Weg ins Tor. Damit ging es in eine Fünf-gegen-Fünf-Overtime.
In der Verlängerung taten sich die Kitzbüheler von Beginn an schwer und Gröden setzte sich des Öfteren im Angriffsdrittel fest. Trotzdem hatte Mai Crnkic in der 63. Spielminute den Sieg am Schläger, scheiterte aber an Endre. Nur eine Minute später rettete zunächst noch die Torstange, doch in der 65. Minute war die Saison für die Adler dann zu Ende. Stephan Deluca sorgte für den 4:3-Siegestreffer aus Sicht der Mannschaft aus dem Grödnertal.
Alps-Hockey-League | Saison 2025/26 | Pre-Playoffs
Die Adler Stadtwerke Kitzbühel vs. HC Gherdeina valgardena.it 3:4 OT (2:1/0:2/1:0) 0:1
Tore:
1:0 |10.| Jacob Pfeffer
2:0 |10.| Zdenek Sedlak
2:1 |16.| Sacha Guimond
2:2 |22.| Carmine Buono
2:3 |28.| Dmitry Vozovik
3:3 |47.| Jannik Fröwis
3:4 |65.| Stephan Deluca
SR1: Stephan Orel
SR2: Omar Pinie
LR1: Federico Fecchio
LR2: Gerald Wucherer
ZS: 815 (Sportpark Kitzbühel)

