Adler verlieren in Jesenice: Chance auf Master Round lebt
Die Adler Stadtwerke Kitzbühel müssen sich am Samstag auswärts in einem hochdramatischen Spiel denkbar knapp mit 4:5 geschlagen geben. Obwohl sie kurzzeitig bereits mit 1:4 zurücklagen, kamen sie am Ende durch einen Hattrick vom gebürtigen Jesenicers Mai Crnkic noch einmal denkbar knapp heran, blieben aber letztlich ohne Punktgewinn.
Trotz dieser Niederlage lebt weiterhin die Chance auf Platz fünf, denn die unmittelbaren Kontrahenten verloren allesamt ihre Spiele am Samstag. Die Rittner Buam mussten sich zuhause mit 1:3 gegen Cortina geschlagen geben, und auch der EC Bregenzerwald verlor auf eigenem Eis gegen den HC Asiago mit 1:5. Damit sind diese beiden Mannschaften aus dem Rennen um Platz fünf. Die Kitzbüheler müssen nun am Sonntag beim abschließenden Spiel dem KHL Sisak die Daumen drücken. Samstag konnte die kroatische Mannschaft in der Verlängerung gegen die Wipptal Broncos gewinnen, die damit einen Punkt näher an Kitzbühel heranrückten. Spannung ist damit weiter garantiert - eine Spannung die Headcoach Rob Daum am liebsten nicht gehabt hätte.
„Ich war mit unserem ersten Drittel enttäuscht. Wir waren in allen Aktionen zu langsam und nicht körperlich genug. Im zweiten Drittel haben wir das Spiel komplett gedreht, deshalb habe ich der Mannschaft gesagt, dass wir noch eine Chance haben zu gewinnen, wenn wir das dritte Drittel so spielen wie das zweite“, fasste er die Partie zusammen. „Natürlich würden wir gerne auf Platz fünf abschließen und uns direkt für die Playoffs qualifizieren, aber das liegt jetzt nicht mehr in unserer eigenen Hand. Wir müssen weiterhin in allen Bereichen unseres Spiels besser werden, um uns für die Playoffs zu qualifizieren und uns bestmöglich auf einen erfolgreichen Playoff-Run vorzubereiten“, führte Daum weiter aus.
Zwei Punkte würden den Italienern im abschließenden Duell am Sonntag gegen den KHL Sisak für Platz fünf reichen. Deshalb heißt es für alle Adlerfans: „Daumen drücken für Sisak“. Zu sehen gibt es dieses Spiel morgen um 17:00 Uhr auf Valcome.tv.
So lief die Partie:
Die Adler zeigten zu Beginn des Spiels viel Aggressivität und waren bereit für die Aufgabe in Jesenice. Nach gerade einmal 70 Sekunden stand es 0:1 nach einem Tor von Yoan Loshing nach Assist von Jacob Pfeffer. Doch die Freude währte nur kurz, denn bereits in der vierten Spielminute kamen die Hausherren zum Ausgleich. Martin Bohinc versenkte die Scheibe nach einem abgeprallten Schuss im Netz. Für die nächste gute Möglichkeit der Adler sorgte Lukas Waschnig in der sechsten Spielminute, konnte von der linken Seite aber Torhüter Matja Ulcar nicht bezwingen.
Nach einer kurzen Unterbrechung aufgrund einer Reparatur an der Bande ging es dann Schlag auf Schlag. Niklas Wetzl musste aufgrund eines Bandenchecks für zwei Minuten auf die Strafbank. Er hatte sich kaum hingesetzt, als der nächste Treffer fiel. Nur elf Sekunden benötigte Jesenice in der Überzahl, um in Führung zu gehen. Luc Slivnik stellte in der zehnten Minute auf 2:1.
Daraufhin blieb es weiter turbulent. Als eine weitere Strafe der Kitzbüheler angezeigt wurde, lag plötzlich der Puck gemeinsam mit Gratzer und einem Gegenspieler im Torraum. Das Tor wurde nach kurzer Beratung allerdings zurückgenommen, allerdings fassten die Tiroler eine weitere Strafe aus. Zwei Minuten schafften sie es im Anschluss im Drei-gegen-Fünf stark zu verteidigen, doch kurz danach konnte Gratzer in einem Eins-gegen-Eins-Duell gegen Jaka Sturm nichts ausrichten. Mit diesem Tor in der 17. Minute ging es mit einem Stand von 3:1 in die erste Pause.
Kleinigkeiten sorgen für höheren Rückstand
Im zweiten Spielabschnitt fanden die Adler im Verlauf immer besser in das Spiel, Sie verschafften sich mehrere Möglichkeiten, konnten diese jedoch oft nicht konsequent zu Ende spielen. Loshing hatte in der 28. Minute eine Topchance am Schläger, vergab allerdings. Es war zu sehen, welche spielerische Klasse die Kitzbüheler besitzen, gleichzeitig passierten aber auch Fehler. In der 29. Minute rettete Gratzer im Eins-gegen-Eins. Obwohl die Adler klar die spielbestimmende Mannschaft waren und mit 16:11-Torschüssen auch diese Statistik anführten, gab es in der 40. Minute den nächsten Dämpfer. Luc Slivnik erzielte mit einem Traumschuss den 4:1-Pausenstand. Damit hatten die Adler eine schwere Aufgabe für die dritten 20 Minuten vor sich.
Alles oder Nichts
Von Beginn an zeigten die Kitzbüheler, dass sie dieses Spiel noch drehen wollten, und riskierten dementsprechend viel. Mai Crnkic brachte die Adler nach Zuspiel von Matteo Mitrovic und Moritz Matzka in der 45. Minute auf 4:2 heran, doch postwendend schlugen auch die Hausherren in Person von Luc Slivnik zu, der mit dem Tor zum 5:2 einen Hattrick schnürte. Die Adler steckten aber nicht auf und kamen in der 47. Minute durch Kapitän Henrik Hochfilzer in Unterzahl zu einer weiteren starken Gelegenheit. Das nächste Tor fiel aber erst in der 54. Minute. Erneut war Crnkic nach Assist von Laurin Müller und Jakob Engelhart erfolgreich.
Schon jetzt hatten viele ein Déjà-vu an das erste Spiel in Jesenice in dieser Saison, als Crnkic das Spiel fast im Alleingang drehte. Auch am Samstag zeigte er gegen seinen Jugendverein wieder seine Klasse und ließ die Adlerfans in der 57. Minute mit seinem Triplepack zum 5:4 weiter von einem Sieg träumen. Jannik Fröwis und Matic Podlipnik sorgten für die Vorarbeit. In den letzten Minuten wurde noch einmal alles nach vorne geworfen und mit sechs Spielern offensives Eishockey gezeigt. Nach 60 Minuten reichte es allerdings nicht für einen Punktgewinn.
Alps-Hockey-League | Saison 2025/26 | Preliminary Round
HDD Jesenice vs. Die Adler Stadtwerke Kitzbühel 5:4 (3:1/1:0/1:3)
Tore:
0:1 |2.| Yoan Loshing
1:1 |4.| Martin Bohinc
2:1 |10.| Luc Slivnik PP1
3:1 |17.| Jaka Sturm
4:1 |40.| Luc Slivnik
4:2 |45.| Mai Crnkic
5:2 |45.| Luc Slivnik
5:3 |53.| Mai Crnkic
5:4 |57.| Mai Crnkic
SR1: Adam Brock
SR2: Jan Leben
LR1: Nik Bergelj
LR2: Elias Dummermuth-Haas
ZS: 400 (Podmežakla Jesenice)

