Adler Stadtwerke Kitzbühel

Bann gebrochen: Adler siegen beim Spitzenreiter

Endlich sind die Adler auf die Siegerstraße zurückgekehrt. Nach zwölf Niederlagen in Serie konnte der HC Pustertal, bislang daheim ungeschlagener Tabellenführer, 3:2 nach Penaltyschießen gebogen werden.

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Das Rienzstadion bleibt ein guter (vereister) Boden für den EC Kitzbühel. Nach 2019 und 2020 gewann man auch 2021 beim HC Pustertal - stets nach Überstunden. Diesen Samstag war man allerdings so krasser Außenseiter wie schon lange nicht mehr: die Adler zwölf Spiele sieglos, die Wölfe diese Saison daheim noch mit einer blütenweißen Weste.

Drittel 1 war noch ein ziemlicher Langweiler. Die Heimischen hatten das Spiel gut im Griff, wurden aber kaum zwingend. Kitzbühel hingegen fand kaum einmal den Weg vors Tor. Eigentlich ein typisches 0:0 nach 20 Minuten, doch der HCP nutzte das einzige Powerplay.

Im zweiten Abschnitt kamen die Adler endlich besser ins Spiel - vor allem dank derer drei Powerplays ab der Halbzeit. Was allerdings weiterhin fehlte, war die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. In einer Überzahl scheiterten binnen vier Sekunden Pontus Wernerson, Tobias Dinhopel und Philipp Maurer gleich viermal in aussichtsreicher Position. Auf der Gegenseite war unterdessen Paul Mocher - wie schon im 1. Drittel - stets auf dem Posten. Der gebürtige Kärntner wurde von den Steel Wings geholt und kennt die Adler noch von seinen sieben Einsätzen in der Saison 2018/2019.

In den Schlussabschnitt starteten die Wölfe überfallartig und wirkten, als wollten sie die regelrecht Adler auffressen. Ein Powerplay für Kitzbühel stoppte den Sturmlauf allerdings abrupt und Adam Havlik sorgte für den Ausgleich. Als Robin Gartner in Minute 55 die glückliche Führung für Kitzbühel gelang (Goalie Colin Furlong rutschte der Puck erst über die Schaufel, dann über seinen Rücken hinter die Linie über), keimte Hoffnung auf den ersten Sieg seit dem 3. Dezember auf. Allerdings nur 51 Sekunden - dann stellte der HCP den Ausgleich wieder her. Dabei blieb es bis Minute 65 und somit ging es für den KEC zum ersten Shootout in dieser Saison.

Und da avancierte Rückkehrer Paul Mocher zum großen Helden, denn er entschärfte beide Penaltys der Wölfe. Auf der Gegenseite versenkten unterdessen Adam Havlik und Pontus Wernerson eiskalt. Es war wie ein kleines Déjà-vu: Auch als die Adler am 31. Jänner 2019 beim HC Pustertal 4:3 nach Verlängerung gewonnen haben, stand Paul Mocher im Tor.

Verteidiger Mario Ebner war erleichtert: „Wir haben den Fight von Anfang an angenommen und sind defensiv sehr gut gestanden. Hinten war Paul - wenn es nötig war - immer zur Stelle. Es war einfach eine sehr gute Teamleistung.” In der Meisterschaft geht es für die Adler am 4. Februar in Jesenice weiter.

Fotos: Iwan Foppa/Optic Rapid