Adler Stadtwerke Kitzbühel

Geschlossene Teamleistung beschert Adlern Overtime-Sieg

Die Adler Stadtwerke Kitzbühel gewinnen am Freitag eine hochdramatische Partie nach 0:2 Rückstand in der Overtime mit 4:3 und starten damit stark in das neue Jahr 2026. In einem Spiel mit viel Feuer und zahlreichen Auseinandersetzungen setzten sich die Adler nicht nur durch drei Treffer von Mai Crnkic durch sondern vor allem durch eine fantastische kämpferische Teamleistung. „Ich fühle mich gerade richtig gut. Man hat heute gesehen, welche Energie wir aufs Eis gebracht haben, obwohl knapp 15 Spieler ausgefallen sind. Wir sind in das Spiel zurückgekommen und haben es irgendwie geschafft, es zu gewinnen. Es ist unglaublich. Ich habe mich schon lange nicht mehr so gut gefühlt“, strahlte der dreifache Torschütze Mai Crnkic am Ende des Spiels über das gesamte Gesicht.

Die Mannschaft zeigte in diesem Spiel, dass man die Adler nie abschreiben sollte. Sie traten als eingeschworene Einheit auf, und dass, obwohl sie nur mit 17 Spielern, also drei Linien, dieses Duell in Angriff genommen hatte. „Wir, die fit übriggeblieben sind, wollten allen Leuten, die an uns gezweifelt haben, zeigen, dass es möglich ist zu gewinnen. Das haben wir großartig gemacht“, fügte Crnkic an.

Das erste Spieldrittel brauchte etwas, um Fahrt aufzunehmen, doch dann ging es Schlag auf Schlag. Die Gäste aus dem Bregenzerwald kassierten zwar in der sechsten Minute eine Strafe, konnten aber nur wenige Sekunden später das erste Tor der Partie erzielen. Nach einem Puckgewinn schalteten sie schnell um und Bernhard Posch erzielte das 0:1 aus Sicht der Kitzbüheler. Nur zwei Minute später stand es dann 0:2. Roberts Lipsbergs nutzte einen Puckverlust zu einem überragenden Konter und bezwang Tom McCollum in der neunten Minute zum zweiten Mal. In weiterer Folge erarbeiteten sich die Adler zwar einige Möglichkeiten, ein Torerfolg gelang jedoch nicht, auch wenn die Bregenzerwälder mit einigen Strafen den Adlern Möglichkeiten im Powerplay gaben. Am Ende des Drittels stand es zwar in der Torschussstatistik 13:9, doch die Vorarlberger führten weiterhin mit 0:2.

Adler dominieren, Wälder treffen

Im zweiten Spielabschnitt zeigten die Adler durchwegs eine starke Leistung. Sie konnten sich immer wieder im Angriffsdrittel festsetzen und erarbeiteten sich einige Gelegenheiten. Mit einigen Strafen machten sich die Adler selbst das Spiel schwerer, blieben aber weiter aggressiv und konnten nach einer starken Einzelaktion von Raffael Aigner in der 32. Minute in Unterzahl auf 1:2 verkürzen.
Nach diesem Anschlusstreffer machten sie genau dort weiter, spielten gutes offensives Eishockey. Ein weiterer Treffer wollte aber einfach nicht gelingen. Zum Ende des Drittels kassierten die Adler dann wie aus dem Nichts einen weiteren Gegentreffer. Die Wälder trafen nach einer weiteren Umschaltaktion durch Nico Kramer in der 39. Minute zum 1:3-Pausenstand.

Adler drehen eine dramatische Partie

Der dritte Spielabschnitt begann bereits vielversprechend. Jakob Lippitsch hatte in der 44. Minute die erste Chance zum Anschlusstreffer. Dieser gelang dann eine Minute später. Jakob Engelhardt bediente Matteo Mitrovic, der von der blauen Linie abzog. Mai Crnkic fälschte den Schuss noch entscheidend ab und sorgte damit für das 2:3. Die Adler blieben danach weiter dran und aggressiv, erspielten sich eine Vielzahl an Möglichkeiten und fanden sich dann nach zwei Strafen auf Seiten der Bregenzerwälder in einer Fünf-gegen-Drei-Situation wieder (48.). Die Adler fackelten nicht lange, denn Crnkic sorgte nur 30 Sekunden später nach Vorarbeit von Alex Maxa und Matic Podlipnik für den 3:3-Ausgleich.

In den letzten zehn Minuten war dann richtig Feuer in der Partie. Nach einigen Auseinandersetzung, die mit Faustkämpfen endeten, mussten in der 52. Minute pro Mannschaft je drei Spieler auf die Strafbank. Danach gab es Möglichkeiten auf beiden Seiten, die Spannung war förmlich auf den Rängen zu spüren und die 1028 Fans im Sportpark Kitzbühel bekamen eine spannende Schlussphase zu sehen. Nach 60 Minuten stand es weiterhin 3:3, womit das Spiel in die Verlängerung ging. Dort hatte Mai Crnkic nach zwei Minuten die erste Topchance für die Entscheidung. In der 64. Minute kassierte Roberts Lipsbergs eine weitere Strafe für die Gäste. Im Vier-gegen-Drei konnten die Adler allerdings noch nicht die Entscheidung herbeirufen.

Damit ging es in ein äußerst dramatisches Shootout. Tom McCollum hielt die ersten beiden Schüsse fest, während Crnkic, der als erster Adlerschütze antrat Torhüter Lorenz Widhalm bezwingen konnte. Im letzten Versuch für die Gäste blieb McCollum ein weiteres Mal standhaft und fixierte damit einen umjubelten 4:3-Heimsieg, der angesichts der vielen verletzten und kranken Spieler sehr hoch einzuordnen ist.

Nach diesem starken Auftakt in das Jahr 2026 bleibt aber keine Zeit sich auszuruhen, denn am Sonntag, den 4. Januar steht auswärts bei den Red Bull Hockey Juniors in Salzburg die nächste schwere Aufgabe an.


Alps-Hockey-League | Saison 2025/26 | Preliminary Round

Die Adler Stadtwerke Kitzbühel vs. EC Bregenzerwald 4:3 SO (0:2/1:1/2:0) 1:0

Tore:
0:1 |6.| Bernhard Posch SH1
0:2 |9.| Roberts Lipsbergs
1:2 |32.| Raffael Aigner SH1
1:3 |39.| Nico Kramer
2:3 |45.| Mai Crnkic
3:3 |48.| Mai Crnkic PP2
4:3 |65.| Mai Crnkic PS

SR1: Andrea Benvegnu
SR2: Florian Widmann
LR1: Elias Dummermuth-Haas
LR2: Andrea Rivis

ZS: 1028 (Sportpark Kitzbühel)

020126_KECvsECB