Adler Stadtwerke Kitzbühel

Kitzbüheler Adler holen Sieg zum Auftakt der Qualification Round

Im ersten Spiel der Qualification Round A am Donnerstag können die Adler Stadtwerke Kitzbühel im Shootout mit 3:2 gegen den HC Meran gewinnen. In einer engen und sehr körperlichen Partie erwischten die Adler keinen guten Start, kämpften sich aber zurück ins Spiel und konnten schließlich zwei Punkte mitnehmen. Damit bleiben sie nach dem ersten Spiel mit fünf Punkten auf dem ersten Platz der Tabelle.

Clemens Krainz, der vor allem im zweiten Drittel dem Spiel seinen Stempel aufdrückte, fasste die Partie so zusammen: „Wir sind leider schlecht in die Partie hineingestartet. Wir haben die Tore zu einfach bekommen und haben uns schwer getan den Rückstand wieder aufzuholen. Ihr Torhüter hat heute stark gehalten, aber wir müssen auch an der Chancenverwertung arbeiten. Im Großen und Ganzen, vor allem vom Kampfgeist her, war es ein super Spiel“, erklärte Krainz.

Ganz prominent zeigte er sich im Faustkampf gegen Reid Stefansson, der sich nach einigen Auseinandersetzungen im zweiten Spielabschnitt schon abgezeichnet hatte. „Für uns zählt diese Qualifikationsrunde schon als Playoff. Wir müssen versuchen, jeden Punkt zu holen. Da gehört auch mal ein Kampf mit dazu. Ich hoffe, ich konnte so der Mannschaft etwas weiterhelfen“, erklärte Krainz.

Des Weiteren gab er bereits einen Ausblick auf die nächste Partie auswärts gegen die Hockey Unterland Cavaliers. „Unterland hat die ganze Saison gezeigt, dass sie nicht so schwach sind, wie es auf dem Papier aussieht. Wir haben uns immer schwergetan gegen sie. Wir müssen den Sieg heute mitnehmen, morgen gut arbeiten und dann mit vollem Kampfgeist auch in dieses Spiel hineingehen“, so Krainz. Das Spiel findet am Samstag um 19:00 Uhr statt.

So lief die Partie:

Im ersten Spielabschnitt erwischten die Adler einen denkbar schlechten Start. Nach einem Eigenfehler stand es bereits nach 44 Sekunden 0:1. Reid Stefansson brachte die Gäste aus Meran in Führung. Nach diesem frühen Rückschlag dauerte es einige Minuten, bis die Adler das erste Mal gefährlich vor das Tor von Andreas Bernard kamen. In der sechsten Minute feuerten Yoan Loshing und Jakob Lippitsch die bis dahin besten Schüsse ab. Lippitsch kassierte drei Minuten später eine Zwei-Minuten-Strafe, die den Adlern in der Unterzahl zum Verhängnis werden sollte. Patrick Tomasini traf im Powerplay für Meran und sorgte damit für das 0:2 (9.).

Trotz des zweiten Gegentreffers wurden die Adler in dieser Phase im stärker und erarbeiteten sich einige Chancen. Fehler im Spielaufbau sorgten allerdings weiterhin für brenzliche Situationen in der Defensive. Es dauerte schließlich bis zur 17. Minute, ehe sich die Adler für ihre gute Offensivleistung belohnen konnten. Matthias Mader versenkte die Scheibe nach Assists von Mai Crnkic und Jannik Fröwis im Tor zum 1:2. Mit folgendem Stand sollte es auch in die erste Pause gehen.

Viele Zweikämpfe, keine Tore

Zu Beginn des zweiten Drittels entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Der erste Aufreger passierte in der 23. Spielminute, als die Gäste aus Meran eine Strafe kassierten. Daraufhin spielten die Adler ein starkes Powerplay, konnten die Scheibe jedoch nicht im Tor unterbringen. Es dauert dann bis zur 29. Minute, als die Kitzbüheler die nächste gute Möglichkeit kreierten. Daraufhin erarbeiteten sie sich Chance um Chance, doch auch die Gäste kamen gefährlich vors Tor, was immer wieder für Gesprächsstoff bei den Spielern sorgte. Clemens Krainz war daraufhin in einen Faustkampf mit Reid Stefansson verwickelt und spornte so seine Teamkollegen weiter an (39.). Beide mussten für fünf Minuten auf die Strafbank und kamen so erst im dritten Spielabschnitt wieder zurück aufs Eis. Tore gab es in diesem Drittel keine und somit ging es mit 1:2 in die zweite Pause.

Entscheidung fällt erst im Shootout

Im dritten Spielabschnitt begannen die Adler sofort aggressiv und erarbeiteten sich in der 42. Spielminute eine Doppelchance. Kirill Maksimov sorgte mit einem traumhaften Weitschuss ins rechte obere Eck für den 2:2-Ausgleich. Nach diesem Treffer merkte man den Adlern den Willen an, sofort noch ein Tor nachzulegen, doch bei einem starken Andreas Bernard im Kasten der Gäste bissen sie sich die Zähne aus.

Auch eine weitere Unterzahlsituation mussten die Adler überstehen, schafften dies aber mit Bravour. Jakob Engelhart hatte sogar die Chance auf den Shorthanded-Treffer (47.). Die Adler drängten auf den Sieg in der regulären Spielzeit und hatten in der 56. Minute durch Yoan Loshing die nächste große Gelegenheit, drei Punkte einzutüten. Eine Minute vor dem Ende hatten sie sogar noch in Überzahl einige Chancen, konnten diese aber nicht nutzten.

Somit ging es, wie bereits im letzten Heimspiel gegen Meran, zunächst in die Overtime und anschgließend ins Shootout, da Maksimov in der 63. Minute nur die Latte traf. Markus Gratzer hielt im Shootout die ersten beiden Versuche der Meraner Schützen fest, während bei den Adlern Mai Crnkic seinen Penalty sicher verwandelte. Damit kam es zum entscheidenden Duell zwischenStefansson und Markus Gratzer, bei dem der Kitzbüheler-Keeper die Oberhand behielt und so den Sieg für die Adler fixierte.

Alps-Hockey-League | Saison 2025/26 | Qualification Round A

Die Adler Stadtwerke Kitzbühel vs. HC Meran 3:2 SO (1:2/0:0/1:0)

Tore:
0:1 |1.| Reid Stefanson
0:2 |9.| Patrick Tomasini PP1
1:2 |17.| Matthias Mader
2:2 |42.| Kirill Maksimov
3:2 |65.| Mai Crnkic SO

SR1: Adam Brock
SR2: Tobias Holzer
LR1: Daniel Rinker
LR2: Manuel Wendner

ZS: 724 (Sportpark Kitzbühel)

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(C)KEC_Laura Ludovika