Kitzbüheler Adler müssen sich Gröden geschlagen geben
In einer von Beginn an sehr offensiven und schnellen Partie verlieren die Adler Stadtwerke Kitzbühel am Dienstag das erste Spiel der Best-of-Three-Serie gegen den HC Gherdeina deutlich mit 2:7. Im ersten Drittel konnten die Kitzbüheler noch gut mithalten und gingen durch einen Treffer von Lukas Waschnig sogar in Führung. Am Ende machten vor allem bittere Eigenfehler im Spielaufbau der Adler sowie eine stark aufspielende Heimmannschaft aus dem Grödnertal den Unterschied.
Damit steht es nach der ersten Partie der Serie 0:1 aus Sicht der Kitzbüheler Adler, die nun am Donnerstag zuhause unter Zugzwang stehen. Ein Sieg ist Pflicht, um die Chance auf den Playoff-Aufstieg zu wahren. Spielbeginn im Sportpark Kitzbühel ist am Donnerstag um 19:30 Uhr.
So lief die Partie:
Das erste Spieldrittel hatte viel Aggressivität und Tempo zu bieten. Von Beginn an schreckten beide Mannschaften nicht vor Offensivaktionen zurück. Den ersten gefährlichen Schuss feuerte Niklas Wetzl in der fünften Minute auf das Tor von Claes Endre ab. Es entwickelte sich eine Partie mit wenigen Unterbrechungen, in der beide Teams zu Torchancen kamen. Markus Gratzer konnte sich in der achten Spielminute nach einer Doppelchance der Hausherren zum ersten Mal so richtig auszeichnen. In dieser Phase war Gröden dem Führungstreffer näher.
Mit dem ersten Powerplay des Spiels für die Kitzbüheler änderte sich das wieder. Zu einem Tor führte die Überzahl jedoch nicht, doch kurze Zeit später stand es plötzlich 1:0 für die Adler. Lukas Waschnig umkurvte nach Zuspiel von Kapitän Henrik Hochfilzer das Tor von Endre und schob den Puck vorbei am Schlussmann des HC Gherdeina zur Führung ins Tor (14.). Die Gäste ließen mit dem Gegenschlag aber nicht lange auf sich warten. Nur 30 Sekunden später stand es 1:1. Ein schneller Angriff wurde mit einem sehenswerten Schuss von der rechten Seite durch Luke Moncada in der 15. Minute zum Ausgleich abgeschlossen. Die Heimmannschaft machte offensivstark weiter und hatte mehr Spielanteile. In der 16. Minute feuerte Sacha Guimond einen Weitschuss auf Gratzer ab. Der Kitzbüheler konnte die Scheibe nicht kontrollieren, sodass Stürmer Vlastimil Dostalek zur 2:1-Führung abstaubte. Das Drittel ging mit diesem Zwischenstand zu Ende, wobei es kurz vor Schluss nochmals Aufregung gab. Yoan Loshing schloss in der letzten Sekunde ab, konnte kein Tor erzielen, wurde danach aber unsanft von Julian Senoner an die Bande gecheckt. Ein Vergehen, das mit einer Zwei-Minuten-Strafe geahndet wurde.
Fehler werden gnadenlos bestraft
Somit begannen die Kitzbüheler das zweite Spieldrittel mit einem Powerplay, das allerdings zu keinem Torerfolg führte. Wenig später sollten die Hausherren ihre Führung weiter ausbauen. Nach einem Fehlpass im Spielaufbau der Adler, tauchte Luca Biondi in der 24. Minute allein vor Gratzer auf und schloss mit einem sicheren Schuss in die rechte obere Ecke zum 3:1 ab. Nur drei Minuten später konnte Gröden nachlegen. Simon Pietschiller schoss ins Spielergemenge vor Gratzer. Die Scheibe prallte von ihm ab, sodass Samuel Moroder locker zum 4:1 einschießen konnte (27.).
Nur wenige Sekunden später gab es den nächsten Aufreger, als Matteo Mitrovic einen Spieler festhielt. Er sowie auch Mai Crnkic – aufgrund einer Strafe wegen zu vieler Spieler am Eis – mussten für zwei Minuten auf die Strafbank. Die Adler verteidigten das folgende Drei-gegen-Fünf stark und konnten daraufhin in eigener Überzahl einen weiteren Treffer erzielen. Pfeffer war in der 31. Minute durch einen präzisen Weitschuss erfolgreich. Wiederum dauerte es bis zur Reaktion nicht lange. Ein Schussversuch von Patrick Bruckner prallte unglücklich an Nicolo Esposito ab. Danach machte sich die Scheibe auf den Weg Richtung Gratzer. Der Grödener Stürmer reagierte schnell, kam zuerst an den Puck und konnte mit Leichtigkeit zum 5:2 einschießen (33.). Zwei weitere Überzahlsituationen zum Ende des Drittels für die Adler führten zu keinem weiteren Torerfolg. Damit endete das zweite Drittel mit einem Stand von 5:2.
Im letzten Spielabschnitt hatten die Kitzbüheler ab der 42. Minute noch einmal die Möglichkeit im Powerplay etwas näher an die Heimmannschaft heranzukommen. Der Puck lag zwar nach einer Chance von Neuzugang Zdenek Sedlak im Tor, doch zuvor war schon abgepfiffen worden, da Torhüter Endre die Scheibe bereits abgesichert hatte. Im Gegenzug machte Gröden dann die Vorentscheidung. Luke Moncada traf in der 44. Minute in Unterzahl zum 6:2 für die Heimmannschaft. In diesem Spielabschnitt hatten die Kitzbüheler zwar einige Möglichkeiten, fanden in Torhüter Endre aber ihren Meister. In der Schlussphase waren sie zwar die bessere Mannschaft, doch Gröden setzte noch ein Tor nach. Luca Biondi besorgte mit dem Treffer zum 7:2 in der 59. Minute den Endstand.
Alps-Hockey-League | Saison 2025/26 | Pre-Playoffs
HC Gherdeina valgardena.it vs. Die Adler Stadtwerke Kitzbühel 7:2 (2:1/3:1/2:0)
Tore:
0:1 |14.| Lukas Waschnig
1:1 |15.| Luke Moncada
2:1 |16.| Vlastimir Dostalek
3:1 |24.| Luca Biondi
4:1 |27.| Samuel Moroder
4:2 |31.| Jacob Pfeffer PP1
5:2 |33.| Nicolo Esposito
6:2 |44.| Luke Moncada SH1
7:2 |59.| Luca Biondi
SR1: Tobias Holzer
SR2: Federico Stefenelli
LR1: Federico Cusin
LR2: Daniel Rinker
ZS: 1127 (Pranives Eisstadion Wolkenstein)

