Nervenkrimi zum Jahresende: Adler setzen sich in der Verlängerung durch
Die Adler Stadtwerke Kitzbühel beenden das Jahr 2025 mit einem äußerst dramatischen Sieg gegen den HC Gherdeina. Die Adler gewannen am Dienstag nach langer Führung erst in der Verlängerung, da die Gäste in den letzten Minuten noch ausgleichen konnten. Am Ende steht auf der Anzeigentafel ein 6:5-Sieg zu buche, mit dem die Adler aber nicht zu 100 % zufrieden sein können.
Premierentorschütze David Cernik eröffnete in der sechsten Minute den Torreigen und hatte Folgendes im Interview nach dem Spiel zu sagen: „Alles in allem war es nicht unser bestes Spiel heute. Wir haben viele Strafen verursacht und die Gäste haben dann ihre Chancen im Powerplay genutzt. Zum Glück haben wir am Ende einen Weg gefunden, um das Spiel für uns zu entscheiden“, erklärte der 21-jährige Salzburger. Weiters konnte er sich dennoch sehr über sein erstes Saisontor freuen. „Es ist mir ein riesengroßer Stein vom Herzen gefallen, dass es jetzt endlich mit dem ersten Treffer geklappt hat. Ich hatte schon so viele Möglichkeiten und jetzt ist endlich mal die Scheibe für mich gesprungen“, zeigte sich Cernik erleichtert.
Starkes erstes Drittel lässt auf mehr hoffen
Die Adler begannen im ersten Spieldrittel druckvoll und erarbeiteten sich bereits in den ersten Minuten Tormöglichkeiten. In der sechsten Spielminute musste dann Gästetorhüter Paul Hofer das erste Mal hinter sich greifen. David Cernik traf nach Vorarbeit von Matic Podlipnik und Julian Raspotnig zum 1:0 und schoss damit auch sein erstes Tor im Adlerdress. Es ging auch danach in dieser Tonart weiter, denn bereits in der elften Minute erhöhten die Kitzbüheler auf 2:0. Niklas Ketonen verwandelte eine Vorarbeit von Jakob Lippitsch und Henrik Hochfilzer.
Im weiteren Verlauf des Drittels wurden aber die Gäste aus dem Grödnertal stärker, kamen immer öfter vor das Tor von Tom McCollum und durften sich in der 16. Minute durch einen Schuss von Dmitry Vozovik über den Anschlusstreffer freuen. Mit dem Stand von 2:1 ging es dann auch in die erste Drittelpause.
Gröden lässt nicht locker
Im zweiten Spielabschnitt erlebten die Zuschauer im ausverkauften Sportpark ein wildes Hin und Her. Zunächst konnte Yoan Loshing im Powerplay bereits nach 48 Sekunden auf 3:1 erhöhen. In weiterer Folge leisteten sich auch die Kitzbüheler zwei Strafen, konnten aber in Unterzahl jeweils die Null halten. Doch im Fünf-gegen-Fünf kassierten sie in der 32. Spielminute den erneuten Anschlusstreffer. Simon Pietschieler war für die Gäste aus Südtirol erfolgreich. Kurz vor der Pause fiel dann noch je ein Tor auf beiden Seiten. Mark Mussbacher erhöhte zunächst nach Vorarbeit von Mai Crnkic und Loshing auf 4:2 (36.). Doch nur 90 Sekunden später verkürzten die Gäste durch Stephan Deluca auf 4:3. Damit war das Drittel aber noch nicht beendet. Denn pünktlich zur Pausensirene fasste Niklas Wetzl eine Zwei-Minuten-Strafe wegen Stockschlags aus. Damit mussten die Adler das Schlussdrittel in Unterzahl in Angriff nehmen.
Sieg in der Overtime
Der dritte Spielabschnitt gestaltete sich fast wie ein Spiegelbild des zweiten Drittels. Die Unterzahlsituation spielten sie souverän und trafen kurze Zeit später erneut früh im Drittel. Matic Podlipnik schoss in der 43. Minute nach Vorarbeit von Mussbacher und Crnkic das 5:3. Doch dann dauerte es wiederum lange bis zum nächsten Treffer. Strafen auf beiden Seiten führten zu Powerplaysituationen, die nicht genutzt wurden. Die Adlerfans setzten dann fast schon zum Jubeln an, doch plötzlich verkürzten die Gäste wieder auf 5:4. Carmine Buono sorgte in der 58. Minute für den späten Anschlusstreffer. Dann kam es noch schlimmer. Niklas Wetzl kassierte eine weitere Strafe und so fanden sich die Adler in Unterzahl wieder. Dieses Mal konnte sie die numerische Unterlegenheit nicht kompensieren und so stand es in der 59. Minute 5:5. Davide Schiavone sorgte für den Ausgleich der Gäste und rettete sie damit in die Overtime. Dort zeigte sich dann aber wer an diesem Abend die bessere Mannschaft war. Nach nicht einmal 60 Sekunden schoss Topscorer Loshing nach Vorarbeit von Alexander Maxa zum entscheidenden sechsten Treffer ein.
Im neuen Jahr geht es sofort mit intensiven Eishockeytagen weiter, denn die Adler bestreiten bereits am Freitag, den 2. Januar das nächste Heimspiel gegen den EC Bregenzerwald und bekommen es dann am Sonntag, den 4. Januar auswärts mit den Red Bull Hockey Juniors zu tun.
Alps-Hockey-League | Saison 2025/26 | Preliminary Round
Die Adler Stadtwerke Kitzbühel vs. HC Gherdeina Valgardena.it 6:5 OT (2:1/2:2/1:2) 1:0
Tore:
1:0 |6.| David Cernik
2:0 |11.| Niklas Ketonen
2:1 |16.| Dmitry Vozovik
3:1 |21.| Yoan Loshing PP1
3:2 |32.| Simon Pitschieler
4:2 |36.| Mark Mussbacher
4:3 |37.| Stephan Deluca
5:3 |43.| Matic Podlipnik
5:4 |58.| Carmine Buono
5:5 |59.| Davide Schiavone PP1
6:5 |61.| Yoan Loshing OT
SR1: Rene Huber
SR2: Stephan Orel
LR1: Dominic Divis
LR2: Dummermut
ZS: 1250 (Sportpark Kitzbühel)

