Adler Stadtwerke Kitzbühel

Umjubelte Adler-Revanche an Lustenau

Mit stehenden Ovationen verabschiedeten die Fans ihre Adler am Donnerstagabend in die Kabine. Denn die Kitzbüheler lieferten beim 6:1 gegen den EHC Lustenau eine begeisternde Leistung.

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Die Ausgangsposition vor dem Rückspiel gegen den EHC war klar: Nach dem 1:3 in der Rheinhalle müssen die Adler zumindest mit zwei Toren Vorsprung gewinnen, um in die Verlängerung zu kommen. Genau so legte es Kitzbühel an: Druck von der ersten Sekunde an und beinahe wäre die Rechnung auch ganz schnell aufgegangen. Lukas Jaunegg jubelte schon nach wenigen Minuten, doch der Schiri verweigerte dem Treffer seine Anerkennung. Rückkehrer Lukas Jaunegg (19) und der 17-jährige Luca Muigg stießen erst am Mittwoch aus Innsbrucks Haifischbecken zu uns und verstärken die Adler als B-Lizenzspieler. Beide lieferten gegen Lustenau eine sehr vielversprechende Premiere. Für das überfällige 1:0 sorgte schließlich Topscorer Mikael Johansson (mit seinem 7. Saisontor).

Drittel zwei gestaltete sich ausgeglichen, trotzdem fuhr Kitzbühel mit einem 3:1 in die Pause. Für die Adler trafen Philipp Maurer, der nach einer groben Unachtsamkeit in der EHC-Abwehr „nur” ins kurz unbewachte Tor der Löwen einschieben musste und – kurz vor der Sirene – Linus Wernerson.

Zu einer kleinen Gala avancierte der Schlussabschnitt, in dem Kitzbühel von der ersten bis zur letzten Minute nicht locker ließ. Auf das 4:1 von Patrick Bolterle folgte eine 5:3-Überzahl, aus der kein Kapital geschlagen werden konnte, aber wenig später fiel die Vorentscheidung: Erst besorgte Linus Wernerson das 5:1, fünf Minuten später sein Zwillingsbruder das 6:1 (ins leere Tor). Für die Adler enden die sechs Return-2-Play-Games mit sechs Punkten. Nun findet die Meisterschaft in 30 Hin- und Rückrunden ihre Fortsetzung.

„Das war heute ein richtig gutes Spiel von uns allen“, sagt Mikael Johansson. „Wir haben während der Woche gezielt an Kleinigkeiten gearbeitet und alles gut umgesetzt. Stark war auch, dass wir nicht nachgelassen haben und mehr Treffer gemacht haben, als für die drei Punkte notwendig gewesen wären.” In sechs Spielen sorgte der Schwede bislang für elf Punkte: „Ich habe bislang gut gespielt, aber noch bin ich mit mir nicht ganz zufrieden. Aber das Wichtigste ist vorerst: Es macht richtig Spaß hier zu spielen.”

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