Ec Die Adler Kitzbühel

"Die Meisterschaft startet in Klagenfurt von Neuem"

22.09

Nach elf Spielen und der Ligapause zieht Trainer Charles Franzen eine erste Bilanz. Und der Schwede ist zuversichtlich: „Wenn wir aus dem Negativ-Trend rauskommen, können wir viel erreichen.“

Charles, elf Spiele, zwölf Punkte und Platz 15. Wie lautet dein Fazit zwei Monate nach Meisterschaftsbeginn?
CHARLES FRANZEN: Es war zuletzt etwas schwierig. Wir sind gut in die Saison gestartet und dann ist jedem bekannt, was passiert ist. Danach war es für uns ein immenser Kampf, den Fokus und die Energie zurückzuerlangen. Und damit meine ich die scheinbar einfachsten Dinge: Es war schwer zu trainieren und überhaupt aufs Eis zu gehen. Und es war schwierig, in der Kabine den leeren Platz von Florian sehen zu müssen. Es war wirklich hart und ich bin sehr stolz auf meine Spieler. Sie haben immer gekämpft, auch wenn wir nicht gut gespielt haben. Die Ligapause zwischen 2. und 12. November war für uns immens wichtig. Unsere Tanks waren nach dem emotionalen Overtime-Sieg gegen Jesenice leer – psychisch und physisch. Inzwischen beobachte ich wieder ein anderes Auftreten im Training und ich hoffe, wir schaffen den Turnaround. Für uns startet die Meisterschaft am Dienstag in Klagenfurt noch einmal von Neuem.


Viele Spieler haben mit dem Verlust von Florian Janny lange zu kämpfen gehabt. Wie ist es dir gegangen?
CHARLES FRANZEN: Ich habe diese Pause auch unbedingt benötigt, denn ich war müde und leer. Inzwischen geht es mir aber gut.

Was muss bei den Adlern besser werden?
CHARLES FRANZEN: Wir haben die letzten fünf Spiele in Unterzahl sehr zu kämpfen gehabt, daran arbeiten wir derzeit sehr intensiv, genauso wie am Powerplay. Unsere Special Teams müssen noch besser werden, denn bei fünf gegen fünf können wir es mit jedem Team aufnehmen. Wenn unsere Penaltykilling-Percentage und die im Powerplay addiert 100 Prozent ergeben, ist es ok. Wir möchten aber natürlich stabil über 100 Prozent liegen: also z.B. 25 Prozent Powerplay und 92 Prozent im Penaltykilling.

Was glaubst du, ist mit den Adlern heuer noch möglich?
CHARLES FRANZEN: Wenn wir aus diesem Negativ-Trend rauskommen, können wir viel erreichen. Sobald wir wieder zu gewinnen beginnen, wird die Mannschaft sicherer und souveräner, deshalb wollen wir versuchen, eine Siegesserie zu starten. Unser Ziel bleibt der Einzug ins Play-off und dann kann alles passieren.

Wie fällt dein Urteil über die Liga aus?
CHARLES FRANZEN: Die Liga ist gut und sehr ausgeglichen. Eigentlich kann fast jeder jeden schlagen. Es gibt vor allem keine Übermannschaft, von der man jetzt schon sagen kann: Die holen sicher den Titel.

Wie gefällt dir dein Job hier in Kitzbühel?
CHARLES FRANZEN: Es gefällt mir gut und ich fühle mich bislang sehr gut aufgenommen. Ich glaube auch, dass ich einen guten Job mache, und dafür gebe ich jeden Tag 100 Prozent. Die Stadt und die Berge habe ich schnell lieb gewonnen. In der Früh aufzuwachen und die Berge zu sehen, ist großartig. Ich genieße meine Aufgabe hier in Kitzbühel sehr und möchte eine gute Saison spielen. Dann schauen wir, was passiert.