Ec Die Adler Kitzbühel

Nicht jedes Spiel findet einen gerechten Sieger

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Wir haben heute als besseres Team verloren und das wird auch unser Gegner bestätigen”, sagte ein bitter enttäuschter Adler-Trainer Charles Franzen nach der 2:3-Heimpleite gegen Zell am See. Und wenige Augenblicke später war es auf der Pressekonferenz auch so: Eisbären-Trainer Jaka Avgustincic gab unumwunden zu: „Kitzbühel war das bessere Team. Sie haben uns vor allem im zweiten Drittel am Leben gelassen.”

Es wäre am Samstagabend vor 1350 Fans alles angerichtet gewesen: Der Sportpark war beinahe ausverkauft und die Adler lieferten Zell am See von der ersten Minute an einen beherzten Kampf. Die Überlegenheit der Heimmannschaft war nicht nur optisch und spielerisch offensichtlich, sie drückte sich auch in den Schüssen aus. 35:20 hieß es am Ende. Vor allem im zweiten Drittel, in dem gar kein Treffer fiel, gaben die Adler die Sieg-Chance aus der Hand: „In den zweiten 20 Minuten hätten wir zumindest 2 oder 3 Treffer erzielen müssen.“ Aber selbst wenn Goalie Dominik Frank bezwungen war, rettete für Zell am See Querlatte.

Im dritten Drittel stellten die Gäste - entgegen aller Vorzeichen - auf 1:3, womit der Sturmlauf der Adler noch intensiver wurde, aber es blieb vergeblich. Mehr als der Anschlusstreffer durch Kapitän Henrik Hochfilzer war nicht mehr drinnen. „Man muss auch Tore schießen um zu gewinnen“, bilanzierte Präsident Volker Zeh und Charles Franzen konnte dem nur zustimmen: „Ich kann meinem Team nichts vorwerfen, bis auf die Chancenverwertung.“

Acht Punkte beträgt der Rückstand inzwischen auf den Play-off-Platz, bei sieben ausstehenden Runden. Rechnerisch ist noch alles möglich, aber der Druck ist nicht kleiner geworden. Niederlagen sind fortan tabu. Volker Zeh gibt sich kämpferisch: „Solange rechnerisch noch alles möglich ist, geben wir nicht auf. Wir werden kämpfen bis zum Schluss.” Und dieser Kampf geht am Donnerstag daheim gegen den EC Bregenzerwald weiter sowie am Samstag in Zell am See.