Ec Die Adler Kitzbühel

Ungleiches Duell in Asiago

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Photos: Paolo Basso

Rabenschwarzer Abend für die Adler beim letzten Spiel im Grunddurchgang in Asiago. Nach fünf Minuten im ersten Abschnitt und beim Spielstand von 0:0 wurde Stefan Ridderwall unglücklich vom Puck am Kinn getroffen. Unter dem aufmunternden Applaus der Asiago-Fans musste der 31-Jährige das Eis auf einer Trage verlassen. Für den verletzten Goalie stellte sich Verteidiger Lukas Fredin zwischen die Pfosten, denn Backup Rupert Svärd musste an diesem Abend krankheitsbedingt in Kitzbühel bleiben. Dieser außergewöhnliche Wechsel im Kasten war auch die Vorentscheidung, denn die Italiener fuhren einen 14:3-Sieg ein und qualifizierten sich fürs Play-off. Für Kitzbühel änderte die Niederlage auch in dieser Höhe nichts am Tabellenstand: Es geht als 14. in die Qualifikationsrunde.

Stefan Ridderwall meldete sich noch während des Spiels mit „I’m ok“ aus dem Krankenhaus, zurück in Tirol lässt sich der Schwede aber neuerlich untersuchen. Für Lukas Fredin wird dieser Abend unvergesslich bleiben: „In meiner Jugend war ich Goalie, deshalb war mir klar, dass ich nach Stefans Verletzung derjenige sein soll, der Verantwortung übernimmt“, erzählt der 21-Jährige. Zudem tragen Fredin und Ridderwall eine ähnliche Größe, weshalb ihm die Ausrüstung auch passte. „Es war sehr schwierig für mich, Pucks zu halten, und mein Respekt den Torhütern gegenüber ist seit Samstag noch größer. Hoffentlich werden Stefan und Rupert schnell wieder fit, damit sie wieder ihr Bestes geben können“, sagt Lukas Fredin und ergänzt schmunzelnd: „Ich bin froh, nun wieder Verteidiger zu sein, weil ich glaube, dass ich auf dieser Position der Mannschaft mehr helfen kann.” Ein großes Kompliment möchte Lukas Fredin noch dem Publikum machen, das ihn nach Abpfiff mit anerkennendem Applaus verabschiedete: „Meine Hochachtung vor den Asiago-Fans! Sie waren so freundlich!“

In der Qualifikationsrunde trifft Kitzbühel in zehn Spielen ab 11. Februar nun auf die VEU Feldkirch, Zell am See, Bregenzerwald, die Steel Wings Linz und Fassa. Wer am Ende auf Platz 1 steht, schafft den Sprung in die Play-offs.